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Carla Märkl

Carla Märkl

Klimaanpassungskonzept in der Kommune: Wie Bürgerbeteiligung lokales Wissen nutzbar macht

Wie Bürgerbeteiligung Klimaanpassungskonzepte um lokales Erfahrungswissen ergänzt. Die Beispiele Hannover, Forchheim und Wolfurt zeigen, wie Kommunen Hinweise zu Hitze und Starkregen räumlich erfassen und für ihre Planung nutzen.

Wie Bürgerbeteiligung Klimaanpassungskonzepte um lokales Erfahrungswissen ergänzt. Die Beispiele Hannover, Forchheim und Wolfurt zeigen, wie Kommunen Hinweise zu Hitze und Starkregen räumlich erfassen und für ihre Planung nutzen.

Paar bei Starkregen

Das Wichtigste zuerst:

  • Besonders wertvoll ist Beteiligung bei räumlichen Fragen. Hitzeorte, Fließwege, Überflutungsstellen oder fehlende Schattenplätze können direkt auf digitalen Karten verortet werden.

  • Beteiligung sollte früh beginnen und an eine konkrete fachliche Fragestellung gekoppelt sein. Vor dem Start muss klar sein, welche Informationen benötigt werden und wie sie anschließend verwendet werden.

  • Bürgerbeteiligung ersetzt keine Klimarisikoanalyse oder Fachplanung. Sie ergänzt vorhandene Daten um Erfahrungen aus dem Alltag vor Ort.

  • Forchheim, Wolfurt und Hannover zeigen, wie ortsbezogenes Bürgerwissen bereits praktisch für Starkregen- und Hitzethemen erhoben wird.


Was gehört in ein kommunales Klimaanpassungskonzept?

Ein kommunales Klimaanpassungskonzept beschreibt, wie eine Kommune mit den örtlichen Folgen des Klimawandels umgehen will. Nach § 12 Bundes-Klimaanpassungsgesetz soll es auf einer Klimarisikoanalyse oder vergleichbaren Entscheidungsgrundlage beruhen und in einen auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnittenen Maßnahmenkatalog münden.

Dabei sind unter anderem bestehende Hitzeaktionspläne, Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten sowie Freiraum- und Grünordnungspläne zu berücksichtigen. Das Gesetz nennt insbesondere extreme Hitze, Dürre und Starkregen.


Welche Rolle spielt Bürgerbeteiligung bei einem Klimaanpassungskonzept?

Klimadaten zeigen, wo Risiken bestehen. Bürger:innen ergänzen dieses Bild mit Erfahrungen aus ihrem Alltag. Sie wissen zum Beispiel, wo Wasser bei Starkregen tatsächlich entlangläuft, welche Orte sich besonders aufheizen oder wo Probleme immer wieder auftreten. Dieses lokale Wissen kann fachliche Analysen ergänzen und helfen, Maßnahmen gezielter zu planen. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt weist darauf hin, dass modellierte Starkregenhinweise vor Ort mit lokalem Wissen überprüft und ergänzt werden sollten.

Bürgerbeteiligung ersetzt dabei keine Fachplanung. Viel mehr bringt sie Informationen ein, die in Karten, Modellen oder Messdaten allein nicht immer sichtbar werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, relevante Akteur:innen frühzeitig in Klimaanpassungsprozesse einzubeziehen, damit unterschiedliche Perspektiven und lokales Wissen bereits in die Planung einfließen können.


Welches lokale Wissen können Bürger:innen zur Klimaanpassung beitragen?

Relevant wird Beteiligung besonders, wenn eine konkrete Beobachtung mit einem Ort und einer für die Planung verwertbaren Information verbunden wird.

  • Bei Starkregen kann das die Information sein, dass Wasser regelmäßig über eine bestimmte Straße fließt, sich an einer Unterführung sammelt oder bereits Schäden an einem bestimmten Gebäude verursacht hat.

  • Beim Thema Hitze können Bürger:innen mitteilen, welche häufig genutzten Plätze sich besonders stark aufheizen, wo Schatten fehlt oder welche Grünflächen als kühle Rückzugsorte genutzt werden.

  • Bei der Entwicklung von Maßnahmen können weitere Hinweise hinzukommen, etwa zu Entsiegelung, zusätzlicher Begrünung, Wasserrückhalt, Aufenthaltsqualität oder möglichen Nutzungskonflikten.


Wie lässt sich Bürgerwissen für die Klimaanpassung digital erfassen?

Bürgerwissen zur Klimaanpassung lässt sich unter anderem über drei Formate erfassen: kartenbasiert für räumliche Beobachtungen, per Umfrage für zusätzliche Angaben wie Häufigkeit oder Bewertung, per Freitext für Erfahrungen, die sich nicht in vorgegebene Kategorien pressen lassen. Am wichtigsten ist die Karte, weil Klimafolgen ortsgebunden sind: Aus „Bei Starkregen gibt es hier Probleme“ wird ein konkreter Kartenpunkt mit Fließrichtung, Einstaufläche oder eingetretenem Schaden.

Bürger:innen markieren dafür einen Punkt, eine Strecke oder eine Fläche und verbinden diese Angabe mit ihrer Beobachtung. Umfrage- und Freitextfragen ergänzen die Karte dort, wo eine reine Ortsmarkierung nicht reicht, etwa bei der Häufigkeit eines Problems oder bei Vorschlägen, die keine vorgegebene Kategorie abdeckt.

CrowdInsights bietet Kartenmarkierungen mit Punkten, Strecken und Flächen. Kommunale Geodaten lassen sich über WMS und WMTS einbinden, GeoJSON-Daten importieren und exportieren. So laufen Bürgerhinweise und bestehende fachliche Kartengrundlagen in einem Beteiligungsprozess zusammen.


Praxisbeispiel: Sturzflutkonzept Forchheim „Mitmachen statt abwarten“

Die Stadt Forchheim erarbeitet zusammen mit dem Ingenieurbüro CDM Smith ein Sturzflutrisikomanagement. Bis zum 31. August 2026 sind Einwohner:innen aufgerufen, unter mitmachen.forchheim.de Flächen zu markieren, auf denen sich Wasser staut, Fließwege einzutragen und Stellen zu benennen, an denen bereits Schäden aufgetreten sind. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass detaillierte Angaben zu Fließwegen, Schäden und Ursachen für die nächsten Planungsschritte hilfreich sind. Genau darin liegt der Nutzen der Kartenbeteiligung: Einzelne Erfahrungen werden räumlich strukturiert und fließen systematischer in die weitere Bearbeitung durch Planer:innen und Verwaltung ein.


Praxisbeispiel: Hitze in Wolfurt

Die Gemeinde Wolfurt sammelt seit dem 10. Juli 2026 unter vorarlberg.mitdenken.de Erfahrungen zur lokalen Hitzebelastung. Bürger:innen markieren auf einer Karte, welche Orte sie im Sommer als besonders heiß und welche als angenehm kühl wahrnehmen, und tragen Verbesserungsvorschläge ein. Wolfurt kommuniziert transparent, dass die Hinweise in künftigen Planungen berücksichtigt werden können, die Umsetzung einzelner Vorschläge aber nicht garantiert wird. Diese Erwartungsklarheit ist für Beteiligungsprozesse wichtig.


Praxisbeispiel: Hitzeschutz in der Landeshauptstadt Hannover

Auch eine Großstadt kann Hitzeerfahrungen systematisch erfassen. In Hannover konnten Bürger:innen bereits während der Sommersaison 2025 unter mitreden-hannover.de heiße und kühle Orte verorten, Maßnahmenvorschläge einreichen und Angaben zur persönlichen Hitzebelastung machen. Hannover verbindet das mit einer fortgeschriebenen Klimaanalyse und einem Smart-City-Klimamessnetz, ein weitergehendes Klimaanpassungskonzept soll bis Ende 2028 vorliegen. Messdaten und Klimaanalyse beschreiben hier die fachliche Belastung, die Kartenbeteiligung ergänzt die Wahrnehmung und Nutzung der konkreten Orte.


Wann sollte Bürgerbeteiligung im Klimaanpassungskonzept stattfinden?

Bürger:innen und weitere relevante Akteur:innen sollten möglichst früh eingebunden werden, solange ihre Informationen noch in Analyse und Maßnahmenentwicklung einfließen können. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich eine frühzeitige Einbindung von Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und nicht organisierten Bürger:innen. Vor Beginn der Beteiligung sollte die Verwaltung klären: Welche Wissenslücke soll geschlossen werden? Welche Entscheidung ist noch offen? Welche Informationen benötigen die zuständigen Fachbereiche? Wie werden Beiträge geprüft, und wie wird den Teilnehmenden zurückgemeldet, was mit den Ergebnissen passiert? Eine Beteiligung erst nach Fertigstellung des Maßnahmenkatalogs bietet deutlich weniger Gestaltungsspielraum.


Methode und Auswertung: passend zur Projektphase wählen

Die Methode ergibt sich aus der benötigten Information, nicht umgekehrt. In der Analysephase eignen sich Karten für Hitzeorte, Fließwege oder Überflutungsstellen. Bei der Maßnahmenentwicklung lassen sich Karten, Freitext und Ideensammlungen kombinieren, etwa zu Schatten, Stadtgrün oder Regenwasserrückhalt. Bei der Bewertung vorhandener Optionen eignen sich strukturierte Umfragen, für komplexe Zielkonflikte Workshops oder Bürgerforen.

CrowdInsights wertet Umfragedaten quantitativ aus und liefert Geoanalysen wie Heatmaps und Overlays für Kartenbeiträge, Freitexte lassen sich zusätzlich mit KI-Unterstützung thematisch clustern. Eine Heatmap zeigt zunächst nur, wo Beiträge gehäuft auftreten. Ob daraus ein prioritärer Handlungsraum wird, entscheidet die fachliche Prüfung gemeinsam mit vorhandenen Klimadaten.

Der häufigste Fehler: erst ein Beteiligungsformat wählen, danach überlegen, welche Information eigentlich gebraucht wird. Richtig ist es umgekehrt, und eine Beteiligung ohne erkennbaren Entscheidungsspielraum sollte nicht als Mitgestaltung kommuniziert werden.


Fazit

Ein Klimaanpassungskonzept wird nicht durch mehr Daten besser, sondern durch die richtigen Daten. CrowdInsights unterstützt Kommunen dabei, Bürgerwissen zu Hitze, Starkregen oder Maßnahmenideen digital zu erfassen, mit vorhandenen Geodaten über WMS, WMTS und GeoJSON zu verbinden und räumlich sowie qualitativ auszuwerten. Forchheim, Wolfurt und Hannover zeigen, wie das in der Praxis aussieht.

Das Wichtigste zuerst:

  • Besonders wertvoll ist Beteiligung bei räumlichen Fragen. Hitzeorte, Fließwege, Überflutungsstellen oder fehlende Schattenplätze können direkt auf digitalen Karten verortet werden.

  • Beteiligung sollte früh beginnen und an eine konkrete fachliche Fragestellung gekoppelt sein. Vor dem Start muss klar sein, welche Informationen benötigt werden und wie sie anschließend verwendet werden.

  • Bürgerbeteiligung ersetzt keine Klimarisikoanalyse oder Fachplanung. Sie ergänzt vorhandene Daten um Erfahrungen aus dem Alltag vor Ort.

  • Forchheim, Wolfurt und Hannover zeigen, wie ortsbezogenes Bürgerwissen bereits praktisch für Starkregen- und Hitzethemen erhoben wird.


Was gehört in ein kommunales Klimaanpassungskonzept?

Ein kommunales Klimaanpassungskonzept beschreibt, wie eine Kommune mit den örtlichen Folgen des Klimawandels umgehen will. Nach § 12 Bundes-Klimaanpassungsgesetz soll es auf einer Klimarisikoanalyse oder vergleichbaren Entscheidungsgrundlage beruhen und in einen auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnittenen Maßnahmenkatalog münden.

Dabei sind unter anderem bestehende Hitzeaktionspläne, Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten sowie Freiraum- und Grünordnungspläne zu berücksichtigen. Das Gesetz nennt insbesondere extreme Hitze, Dürre und Starkregen.


Welche Rolle spielt Bürgerbeteiligung bei einem Klimaanpassungskonzept?

Klimadaten zeigen, wo Risiken bestehen. Bürger:innen ergänzen dieses Bild mit Erfahrungen aus ihrem Alltag. Sie wissen zum Beispiel, wo Wasser bei Starkregen tatsächlich entlangläuft, welche Orte sich besonders aufheizen oder wo Probleme immer wieder auftreten. Dieses lokale Wissen kann fachliche Analysen ergänzen und helfen, Maßnahmen gezielter zu planen. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt weist darauf hin, dass modellierte Starkregenhinweise vor Ort mit lokalem Wissen überprüft und ergänzt werden sollten.

Bürgerbeteiligung ersetzt dabei keine Fachplanung. Viel mehr bringt sie Informationen ein, die in Karten, Modellen oder Messdaten allein nicht immer sichtbar werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, relevante Akteur:innen frühzeitig in Klimaanpassungsprozesse einzubeziehen, damit unterschiedliche Perspektiven und lokales Wissen bereits in die Planung einfließen können.


Welches lokale Wissen können Bürger:innen zur Klimaanpassung beitragen?

Relevant wird Beteiligung besonders, wenn eine konkrete Beobachtung mit einem Ort und einer für die Planung verwertbaren Information verbunden wird.

  • Bei Starkregen kann das die Information sein, dass Wasser regelmäßig über eine bestimmte Straße fließt, sich an einer Unterführung sammelt oder bereits Schäden an einem bestimmten Gebäude verursacht hat.

  • Beim Thema Hitze können Bürger:innen mitteilen, welche häufig genutzten Plätze sich besonders stark aufheizen, wo Schatten fehlt oder welche Grünflächen als kühle Rückzugsorte genutzt werden.

  • Bei der Entwicklung von Maßnahmen können weitere Hinweise hinzukommen, etwa zu Entsiegelung, zusätzlicher Begrünung, Wasserrückhalt, Aufenthaltsqualität oder möglichen Nutzungskonflikten.


Wie lässt sich Bürgerwissen für die Klimaanpassung digital erfassen?

Bürgerwissen zur Klimaanpassung lässt sich unter anderem über drei Formate erfassen: kartenbasiert für räumliche Beobachtungen, per Umfrage für zusätzliche Angaben wie Häufigkeit oder Bewertung, per Freitext für Erfahrungen, die sich nicht in vorgegebene Kategorien pressen lassen. Am wichtigsten ist die Karte, weil Klimafolgen ortsgebunden sind: Aus „Bei Starkregen gibt es hier Probleme“ wird ein konkreter Kartenpunkt mit Fließrichtung, Einstaufläche oder eingetretenem Schaden.

Bürger:innen markieren dafür einen Punkt, eine Strecke oder eine Fläche und verbinden diese Angabe mit ihrer Beobachtung. Umfrage- und Freitextfragen ergänzen die Karte dort, wo eine reine Ortsmarkierung nicht reicht, etwa bei der Häufigkeit eines Problems oder bei Vorschlägen, die keine vorgegebene Kategorie abdeckt.

CrowdInsights bietet Kartenmarkierungen mit Punkten, Strecken und Flächen. Kommunale Geodaten lassen sich über WMS und WMTS einbinden, GeoJSON-Daten importieren und exportieren. So laufen Bürgerhinweise und bestehende fachliche Kartengrundlagen in einem Beteiligungsprozess zusammen.


Praxisbeispiel: Sturzflutkonzept Forchheim „Mitmachen statt abwarten“

Die Stadt Forchheim erarbeitet zusammen mit dem Ingenieurbüro CDM Smith ein Sturzflutrisikomanagement. Bis zum 31. August 2026 sind Einwohner:innen aufgerufen, unter mitmachen.forchheim.de Flächen zu markieren, auf denen sich Wasser staut, Fließwege einzutragen und Stellen zu benennen, an denen bereits Schäden aufgetreten sind. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass detaillierte Angaben zu Fließwegen, Schäden und Ursachen für die nächsten Planungsschritte hilfreich sind. Genau darin liegt der Nutzen der Kartenbeteiligung: Einzelne Erfahrungen werden räumlich strukturiert und fließen systematischer in die weitere Bearbeitung durch Planer:innen und Verwaltung ein.


Praxisbeispiel: Hitze in Wolfurt

Die Gemeinde Wolfurt sammelt seit dem 10. Juli 2026 unter vorarlberg.mitdenken.de Erfahrungen zur lokalen Hitzebelastung. Bürger:innen markieren auf einer Karte, welche Orte sie im Sommer als besonders heiß und welche als angenehm kühl wahrnehmen, und tragen Verbesserungsvorschläge ein. Wolfurt kommuniziert transparent, dass die Hinweise in künftigen Planungen berücksichtigt werden können, die Umsetzung einzelner Vorschläge aber nicht garantiert wird. Diese Erwartungsklarheit ist für Beteiligungsprozesse wichtig.


Praxisbeispiel: Hitzeschutz in der Landeshauptstadt Hannover

Auch eine Großstadt kann Hitzeerfahrungen systematisch erfassen. In Hannover konnten Bürger:innen bereits während der Sommersaison 2025 unter mitreden-hannover.de heiße und kühle Orte verorten, Maßnahmenvorschläge einreichen und Angaben zur persönlichen Hitzebelastung machen. Hannover verbindet das mit einer fortgeschriebenen Klimaanalyse und einem Smart-City-Klimamessnetz, ein weitergehendes Klimaanpassungskonzept soll bis Ende 2028 vorliegen. Messdaten und Klimaanalyse beschreiben hier die fachliche Belastung, die Kartenbeteiligung ergänzt die Wahrnehmung und Nutzung der konkreten Orte.


Wann sollte Bürgerbeteiligung im Klimaanpassungskonzept stattfinden?

Bürger:innen und weitere relevante Akteur:innen sollten möglichst früh eingebunden werden, solange ihre Informationen noch in Analyse und Maßnahmenentwicklung einfließen können. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich eine frühzeitige Einbindung von Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und nicht organisierten Bürger:innen. Vor Beginn der Beteiligung sollte die Verwaltung klären: Welche Wissenslücke soll geschlossen werden? Welche Entscheidung ist noch offen? Welche Informationen benötigen die zuständigen Fachbereiche? Wie werden Beiträge geprüft, und wie wird den Teilnehmenden zurückgemeldet, was mit den Ergebnissen passiert? Eine Beteiligung erst nach Fertigstellung des Maßnahmenkatalogs bietet deutlich weniger Gestaltungsspielraum.


Methode und Auswertung: passend zur Projektphase wählen

Die Methode ergibt sich aus der benötigten Information, nicht umgekehrt. In der Analysephase eignen sich Karten für Hitzeorte, Fließwege oder Überflutungsstellen. Bei der Maßnahmenentwicklung lassen sich Karten, Freitext und Ideensammlungen kombinieren, etwa zu Schatten, Stadtgrün oder Regenwasserrückhalt. Bei der Bewertung vorhandener Optionen eignen sich strukturierte Umfragen, für komplexe Zielkonflikte Workshops oder Bürgerforen.

CrowdInsights wertet Umfragedaten quantitativ aus und liefert Geoanalysen wie Heatmaps und Overlays für Kartenbeiträge, Freitexte lassen sich zusätzlich mit KI-Unterstützung thematisch clustern. Eine Heatmap zeigt zunächst nur, wo Beiträge gehäuft auftreten. Ob daraus ein prioritärer Handlungsraum wird, entscheidet die fachliche Prüfung gemeinsam mit vorhandenen Klimadaten.

Der häufigste Fehler: erst ein Beteiligungsformat wählen, danach überlegen, welche Information eigentlich gebraucht wird. Richtig ist es umgekehrt, und eine Beteiligung ohne erkennbaren Entscheidungsspielraum sollte nicht als Mitgestaltung kommuniziert werden.


Fazit

Ein Klimaanpassungskonzept wird nicht durch mehr Daten besser, sondern durch die richtigen Daten. CrowdInsights unterstützt Kommunen dabei, Bürgerwissen zu Hitze, Starkregen oder Maßnahmenideen digital zu erfassen, mit vorhandenen Geodaten über WMS, WMTS und GeoJSON zu verbinden und räumlich sowie qualitativ auszuwerten. Forchheim, Wolfurt und Hannover zeigen, wie das in der Praxis aussieht.

FAQs

Was ist ein kommunales Klimaanpassungskonzept?

Welche Rolle spielt Bürgerbeteiligung bei einem Klimaanpassungskonzept?

Ist Bürgerbeteiligung bei Klimaanpassungskonzepten gesetzlich vorgeschrieben?

Wann sollte die Öffentlichkeit bei einem Klimaanpassungskonzept beteiligt werden?

Was ist ein kommunales Klimaanpassungskonzept?

Welche Rolle spielt Bürgerbeteiligung bei einem Klimaanpassungskonzept?

Ist Bürgerbeteiligung bei Klimaanpassungskonzepten gesetzlich vorgeschrieben?

Wann sollte die Öffentlichkeit bei einem Klimaanpassungskonzept beteiligt werden?

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Ansprechpersonen:

Nadine Wunderer, Lukas Wolf.